Am 2. Spieltag der Kreisliga A3 Oberschwaben musste unser BSC auswärts beim FC Wacker Biberach antreten. Nach dem 1:1-Auftaktunentschieden in Ellwangen galt es, den ersten Dreier der jungen Saison 2026/2027 anzupeilen. Trainer Bernd Schmid musste die Startelf jedoch umbauen: Für den gelb-rot-gesperrten Kapitän Clemens Schneider rückte Maxi Sigg in die Mannschaft, der in der Vorwoche noch mit einem Hattrick für die Reserve beim 3:1-Erfolg glänzte. Zudem fehlte Mike Schlander aus persönlichen Gründen. Die Hausherren, die nach einem Jahr in der Staffel A2 wieder in die A3 zurückgekehrt sind, wollten nach einer knappen 0:1-Derbyniederlage gegen Türkspor ebenfalls den ersten Sieg holen.
Der Start in die Partie gehörte klar den Gastgebern. In den ersten 20 Minuten war Wacker spielerisch deutlich überlegen, während von unserem Team im Spielaufbau viel zu wenig kam. Die Konsequenz folgte in der 21. Minute: Ein Angriff der Hausherren über rechts schien bereits gestoppt, nachdem erst Paul Simmler und dann Markus Fakler stark nachsetzten. Doch der Biberacher Angreifer Mathias Padilla drehte sich fünf Meter vor dem Strafraum blitzschnell und vollendete flach ins rechte Eck zum 1:0. Wacker drückte weiter auf das Tempo. Nur vier Minuten später folgte der nächste Abschluss zentral vor der Kiste (25.), ehe Torhüter Benedikt Berger in der 26. Minute nach einer weiteren brenzligen Szene erstmals lautstark Ordnung von seinen schlaff agierenden Vorderleuten einforderte. Mit fortgeschrittener Spielzeit im ersten Durchgang stabilisierte sich unser BSC zwar etwas, agierte im letzten Drittel aber zu fahrig. Nach 33 Minuten steckte Marco Schiebel im Mittelfeld zwar auf Moritz Krischke durch, der stand jedoch knapp im Abseits. Kurz darauf die Riesenchance zum schmeichelhaften Ausgleich: Noah Ziesel chipte den Ball auf den durchgestarteten Markus Fakler, der trotz Foulspiels weiterlief. Der Schiedsrichter ließ Vorteil laufen, doch Faklers Heber über den herausgeeilten Keeper ging weit über das Tor (37.). In der 41. Minute brannte es erneut im Biberacher Strafraum: Nach einer zunächst geklärten Ecke entstand beim zweiten Versuch heilloses Chaos im Sechzehner, worauf der Unparteiische auf den Punkt zeigte. Ob Foul- oder Handspiel geahndet wurde, war in der Situation nicht klar. Marco Schiebel trat an, scheiterte zunächst am Torwart, verwandelte den Nachschuss aber zum 1:1-Ausgleich (42.). Die Antwort der Hausherren folgte prompt: Nur zwei Minuten später kombinierte sich Wacker zu leicht durch unsere Defensive, und Achiraf Darou schob aus halbrechter Position eiskalt ins lange Eck zur 2:1-Pausenführung ein (44.). Kurz vor dem Pausenpfiff offenbarten sich bei zwei weiteren Großchancen (47., 48.) abermals große Lücken in unserer Hintermannschaft.
Der zweite Durchgang begann denkbar unglücklich: Nach einem Zweikampf vor dem Strafraum musste der gefoulte Noah Ziesel verletzt ausgewechselt werden (46.), kurz darauf blieb ein Freistoß von Schiebel in der Mauer hängen (49.). Wenn unser Team in dieser Phase optisch besser in die Partie kam, lag das allerdings eher an einem spürbaren Leistungsabfall der Heimmannschaft. Zwingend war das offensiv lange nicht. Markus Fakler feuerte zwar in der 52. Minute aus dem Rückraum ab, doch der Keeper ließ nur nach vorne prallen, wo kein Mitspieler lauerte. Auf der Gegenseite zeigte Wacker bei einem Diagonalball auf links (60.), wie anfällig unsere Hintermannschaft bei schnellen Umschaltmomenten blieb. Auch in der Folge blieben Offensivaktionen unsererseits meist Stückwerk. Zwar schickte Paul Simmler den eingewechselten Moritz Krischke nach einem Ballgewinn auf die Reise, dessen Abschluss strich nach gewonnenem Laufduell knapp vorbei (65.), und auch ein Kopfball von Philipp nach Freistoß zischte haarscharf am Tor vorbei (66.). Doch Mitten in diese Phase hinein, in der Wacker längst nicht mehr an die starke erste Halbzeit anknüpfte, folgte der endgültige Nackenschlag: Die Gastgeber konterten uns klassisch aus, Achiraf Darou wurde per Steckpass bedient, und obwohl Benedikt Berger noch mit der Hand dran war, drückte der Angreifer den Ball zum 3:1 über die Linie (76.). Der direkte Gegenzug, bei dem der Wacker-Keeper Elias Kohlers Zuspiel auf Schiebel im letzten Moment entschärfte (75.), änderte am Spielverlauf wenig. In der Schlussphase versuchte unser Team zwar nach vorne zu spielen, agierte dabei aber viel zu harmlos und kam gegen die nachlassenden, aber tiefstehenden Gastgeber kaum mehr in echte Abschlusspositionen. Für das späte 3:2 in der 94. Minute sorgte schließlich Markus Fakler, der den Ball von der Mittellinie sehenswert über den weit vorgerückten Torwart hinweg ins Netz hob. Am insgesamt verdienten Sieg der Hausherren und einer durchwachsenen Leistung unseres BSC änderte dieser späte Treffer jedoch nichts mehr.
