Ein umkämpftes Spiel und ein am Ende gerechtes Unentschieden: Unser BSC Berkheim und die Sportfreunde Schwendi trennten sich mit einem Punktgewinn auf beiden Seiten. Im Rahmen des 3. Spieltags der Kreisliga A3 Oberschwaben präsentierten sich die Gäste zwar spielerisch feldüberlegen und verzeichneten mehr Ballbesitz, doch unsere Mannschaft hielt defensiv kompakt dagegen. Über schnelle Umschaltmomente erarbeitete sich unser Team über die 90 Minuten hinweg sogar die besseren Tormöglichkeiten. Personaltechnisch gab es vor dem Anpfiff erneut ein paar Veränderungen: Kapitän Clemens Schneider kehrte nach seiner Gelb-Rot-Sperre in die Startelf zurück. Verzichten musste unser Team weiterhin auf Mike Schlander und Magnus Merk. Zudem fehlte Daniel Jägg, der in der Innenverteidigung von Marco Schmidt vertreten wurde.

Die SFS erwischten den munteren Beginn: In der 7. Minute setzte sich ein Gästestürmer links im Strafraum gegen Marco Schmidt durch, doch BSC-Keeper Benedikt Berger zeigte sich im kurzen Eck aufmerksam und parierte den Schuss aus spitzem Winkel. Die Antwort folgte prompt. Nur drei Minuten später schlug Yannick Heß eine punktgenaue Flanke auf Florian Kohler, dessen Direktabnahme aus zehn Metern der Gäste-Schlussmann erst im Nachfassen sichern konnte – die erste Riesenchance für unser Team. In der 26. Minute verlängerte Clemens Schneider einen langen Ball per Kopf auf Elias Kohler. Über dessen Ablage kam Moritz Krischke zum Abschluss, dessen leicht abgefälschter Schuss jedoch keine große Gefahr darstellte. Nach knapp einer halben Stunde stockte den Berkheimer Zuschauern kurz der Atem, als ein Abspielfehler im Spielaufbau für Durcheinander im eigenen Sechzehner sorgte. Der anschließende Schuss aus 13 Metern zentrale Position landete aber sicher in den Armen unseres Keepers (34.). Kurz vor der Pause bot sich unserem BSC die nächste Großchance: Marco Schiebel bediente Moritz Krischke mit einem perfekten Ball in den Lauf, welcher allerdings am SFS-Torwart scheiterte (39.). Auch die letzte Aktion vor dem Halbzeitpfiff gehörte unserem BSC, als Schneider nach einem Durchstecker von Elias Kohler halblinks im Strafraum vergeblich den Abschluss suchte (44.).

Nach dem Seitenwechsel drückte unser BSC direkt weiter. Ein schönes Zusammenspiel über Schneider, Elias Kohler und Schiebel führte zu einem abgefälschten Schuss und zwei Ecken in Folge. Die zweite Hereingabe von Markus Fakler köpfte Schiebel vor die Füße von Elias Kohler, dessen Versuch aus der Drehung im Getümmel geblockt wurde (50.). Schwendi blieb über Distanzschüsse gefährlich, verfehlte das Gehäuse in der 56. Minute knapp und scheiterte in der 61. Minute an Paul Simmler, der zweimal bärenstark im Strafraum abblockte. Die größte Chance des Spiels verzeichnete unser Team in der 63. Minute: Schiebel bediente Krischke halbhoch in die Spitze, der frei vor dem Torhüter auftauchte, den Ball jedoch knapp rechts oben vorbeijagte. Nur drei Minuten später verlängerte Schneider einen Freistoß von Fakler auf Philipp Gerber, der nicht genügend Druck hinter den Ball bekam. Auf der Gegenseite hatte unser BSC Glück, als nach einem schnell eingeleiteten Konter der Gäste ein Stürmer halblinks das Leder über den Schlappen rutschte (67.). Die Schlussphase bot nochmals Dramatik –leider mit fragwürdigen Abseitsentscheidungen vom ansonsten starken Schiedsrichter. In der 72. Minute verlängerte Schneider einen langen Abschlag per Kopf, Moritz Krischke wäre auf und davon gewesen, wurde jedoch wegen einer klaren Abseits-Fehlentscheidung zurückgepfiffen. 10 Minuten später zeigte Berger seine Klasse, als er einen gefährlichen Gästefreistoß aus dem Winkel fischte (82.). Nachdem die Sportfreunde in der 86. Minute eine scharfe Hereingabe knapp verpassten, rollte in der 90. Minute der nächste aussichtsreiche Konter unseres BSC. Erneut pfiff der Unparteiische unsere Mannschaft fälschlicherweise wegen Abseits zurück und beendete die Partie unmittelbar danach ohne nennenswerte Nachspielzeit.

Am Ende steht ein insgesamt gerechtes Unentschieden, bei dem sich unser BSC dank einer disziplinierten Defensivleistung belohnte, aufgrund der unglücklichen Schiedsrichter-Pfiffe in der Schlussphase aber dem verpassten Dreier etwas trauern darf.