Es gibt Tage da fehlen einem einfach die Worte. So zum Beispiel vergangenen Sonntag beim Heimspiel gegen den FC Blau-Weiß Bellamont. Zeigte man unter der Woche trotz dezimiertem Kader noch einen starke Pokalfight, folgte am Sonntag eine der schlechtesten Vorstellungen der jüngeren Vergangenheit. Trotz leichter Besserung in der Personaldecke fand unser BSC über den gesamten Spielverlauf nicht Ihren Rhythmus. Zwar hatte man nach knapp vier Minuten die erste Chance – Rückkehrer Elias Kohler scheiterte aus spitzem Winkel an FCB-Torhüter Simon Barth – doch die Mehrzahl an Abschlüssen verzeichneten im ersten Durchgang die Gäste. Zum Berkheimer Glück agierte Bellamont aber auf ähnlichem Niveau und vergab teils gute Chancen fahrlässig.
Nachdem Bellamont direkt nach Wiederanpfiff erneut eine gute Chance hatte – Erik Görke hielt mit guter Fußabwehr die Null – folgte die beste Phase unserer Mannschaft. Nach einem Freistoß von Marco Schiebel landete der Ball über Umwege im Strafraum bei Moritz Krischke, der knapp verzog. Kurz darauf wurde ein Konter von Bellamonts Steffen Kibler mit einem Foul unterbunden. Obwohl kurz vor der Pause bereits mit Gelb verwarnt, durften die Gäste zu elft weiterspielen. Nach einer guten Stunde verfehlte Schiebel mit einem Freistoß kurz vor der Sechszehnerlinie knapp das Tor. Und auch Elias Kohler schaffte es wenige Minuten später nach Kopfball von Clemens Schneider nicht den Ball aus zehn Metern im Gehäuse unterzubringen. So kam Bellamont im Anschluss zurück in die Partie und nutzte in der 83. Minute eine der wenigen Chancen zum Tor des Tages. Ausgangspunkt war eine Flanke aus dem linken Halbfeld, die Marius Merk im Strafraum annehmen konnte, sich den Ball zurechtlegte und letztendlich im langen Eck versenkte. Unser BSC versuchte zwar nochmal zum Ausgleich zu kommen. Doch bis auf einen Kopfball von Clemens Schneider, der das Tor deutlich verfehlte, vermochte man an diesem Nachmittag nichts mehr nachzulegen.
Nun heißt es diesen schwachen Nachmittag schnellstmöglich abzuhaken, sich in den anstehenden Aufgaben auf die oft zitierten Grundtugenden zu konzentrieren und den Abstiegskampf, in dem man nun endgültig steckt, anzunehmen.
