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Die Geschichte des Ballspielclub Berkheim e.V.

Aufgeschrieben ca. 1980 von einem leider unbekannten Autor.


Seit rund 60 Jahren wird in Berkheim Fußball gespielt! Die Geschichte des Fußballs und der anderen Abteilungen unseres Vereins, ab 1921.

Nach dem 1. Weltkrieg bildete sich eine lose Gemeinschaft von fußballinteressierten jungen Männern zu einer Fußballmannschaft heraus, welche von 1921 - 1923 mit Mannschaften der Nachbarorte Freundschaftsspiele austrug.

Die DJK Berkheim (Deutsche Jugendkraft) (1923 bis 1933)

Im Jahre 1923 traten diese Berkheimer Fußballpioniere dem katholischen Sportbund DJK bei, wie auch die Mannschaften der Nachbargemeinden diesseits und jenseits der Iller. Aus diesem Raum kam eine Meisterschaftsstaffel DJK "Illertal" zustande, deren beteiligte DJK-Mannschaften von Saison zu Saison einen Verbandsrundenmeister ermittelten. Auf- und Abstieg gab es damals noch nicht. Dies ging sieben Jahre lang so, bis die DJK-Staffelmeisterschaft ab 1930 nicht mehr weitergeführt werden konnte. Die Gründe hierfür können heute nicht mehr erforscht werden.
Bis 1933 konnte man den Fußballsport also nur mehr in Form von Freundschaftsspielen betreiben. Der Beginn der nationalsozialistischen Diktatur im Jahre 1933 setzte den DJK-Gruppen ein jähes Ende, denn alle konfessionell organisierten Vereine und Mannschaften wurden damals verboten!
Zuvor gab es 1932 noch eine Sportplatzeinweihung.

Der FC Berkheim (1933 bis 1936)

Um weiterhin auf den Fußballsport nicht verzichten zu müssen, gaben die Sportler ihrer Vereinigung einen anderen Namen, nämlich Fußballclub Berkheim (FC). Man brachte auch wieder Meisterschaftsrunden zuwege. Gleich im ersten Jahr konnte die Mannschaft des FC Berkheim die Hoffnungen auf den Meistertitel wahr machen (1934). Bereits im Jahre 1936 kam der Sportbetrieb aber wieder völlig zum Erliegen, denn bis zum Jahre 1946 wurde in Berkheim nicht mehr organisiert Fußball gespielt!

Der Wiederbeginn nach dem 2. Weltkrieg

Der SV Berkheim (1946 bis 1954)

Der Sportverein Berkheim (SV) wurde im Jahre 1946 gegründet. Der erste Vorsitzende war Anton Popp, dessen spätere Nachfolger Eugen Breimaier (sen.) und Konrad Jägg (sen.).
Die Beschaffung von Sportmaterial erwies sich als überaus schwierig, denn nach dem Zusammenbruch 1945 konnte der Großteil dieser Artikel nur im Tauschhandel erworben werden. Umso mehr war die Initiative zu bewundern, mit der die Probleme des Vereins gemeistert wurden, um einen geregelten Spielbetrieb zu ermöglichen. Zur Finanzierung aller Vorhaben wurden des öfteren Theaterstücke aufgeführt, was gleichzeitig die gesellschaftlichen Gepflogenheiten wieder lebendig werden ließ.

Sportlich gehörte man der B-Klasse "Iller" an, nach einigen Jahren ging diese Staffel in der neuen und größeren B-Klasse "Riß" (Ost) auf, was Fahrten zu viel weiter entfernten Auswärtsspielen als bisher mit sich brachte. Dies war mit neuen Problemen verbunden, denn der Kassenstand blieb knapp. Alljährlich am Pfingstmontag hielt man zu dieser Zeit ein Pokalturnier ab. Auch begann damals der Brauch, sich durch Sammlung von Alteisen finanziell abzusichern.

Aus verschiedenen Gründen konnte der Spielbetrieb ab dem Frühjahr 1953 nicht mehr fortgeführt werden, und ein Jahr später löste sich der Verein ganz auf.
Die Tradition des SV Berkheim und der früheren Vereine und Gruppen wird vom heutigen BSC Berkheim e.V. weitergetragen.

Weiterführung der Fußballtradition unter dem neuen Vereinsnamen

Ballspielclub Berkheim (BSC) ab 1955

Die Initiative von einigen älteren und jüngeren Freunden des runden Leders war es zu verdanken, dass im Jahre 1955 wieder eine Fußballmannschaft gebildet werden konnte. Zum Teil bestand diese aus Spielern, die noch beim SV Berkheim mitgewirkt hatten. Das größte Kontingent stellten jedoch junge Talente, welche gerade das Mindestalter erreicht oder knapp überschritten hatten. Dies gab den Anlaß zur Gründung des neuen Vereins, des BSC Berkheim (Ballspielclub) im Juni des Jahres 1955. Zu Vereinsfarben bestimmte man grün und weiß.
Ab der Saison 1955/56 beteiligte sich die Mannschaft an den Verbandsrundenspielen in der B-Klasse "Riß", Staffel "Ost". Das verhältnismäßig junge Team legte einen bemerkenswerten Ehrgeiz und Kampfgeist an den Tag, schnitt von Jahr zu Jahr besser ab und verfehlte mehrere Male hintereinander den Aufstieg nur äußerst knapp.
Dieser ersehnte Sprung gelang aber am Ende des Spieljahres 1960/61 mit der Erringung des Meistertitels, was die Aufstufung in die A-Klasse "Riß" mit sich brachte. Hier war es obligatorisch, eine Reservemannschaft zu führen, was dem Verein auch gelang. Auch in der neuen Spielklasse fanden sich die Grün-Weißen relativ gut zurecht und sorgten für manche angenehme Überraschung, ebenso bei Pokalturnieren in Bad Wurzach, Buxheim und Erolzheim. Für die Dauer von sechs Jahren gehörte man der A-Klasse an und stieg nach schweren Kämpfen am Ende der Saison 1966/67, bedingt durch widrige Umstände, unglücklich in die B-Klasse ab.

Nach dem Abstieg verließen einige Spieler den Verein, andere machten mit dem Fußballspielen Schluß. Auch fehlte es über längere Jahre an Auffrischung durch Nachwuchsspieler. Nach Höhenflügen sportlichen Erfolges gab es nun Tiefen mitzuerleben, denn am Schluß der Saison 1970/71 konnte der Abstieg in die C-Klasse gerade noch verhindert werden. Langsam war aber doch wieder ein stetiger Aufschwung zu verzeichnen, bedingt durch mehrere hoffnungsvolle nachrückende Jugendspieler. Einer stark verjüngten Mannschaft gelang am Ende der Saison 1976/77 erneut die Meisterschaft und damit der Wiederaufstieg in die A-Klasse "Riß".

Großes Aufsehen erregten die geradezu sensationellen Erfolge bei den Pokalturnieren in Heimertingen (1976) und in Niederrieden (1977), als die erste Mannschaft sich jeweils den ersten Pokal erspielte, trotz stärkster Konkurrenz.
In der A-Klasse "Riß" (seit 1978 in "Bezirksliga" umbenannt) belegte die erste Garnitur mit den Positionen sieben und neun in den zwei ersten Meisterschaftsrunden zufriedenstellende Mittelplätze.

Die Jugendabteilung (damals nur im Bereich Fußball) wurde im Jahre 1958 ins Leben gerufen.

Seit dem Jahre 1971 ist der Verein im Vereinsregister eingetragen (Ballspielclub Berkheim e.V.).
Im Jahre 1972 kam eine Fusion mit dem Skiclub Berkheim e.V. zustande.

Abteilung Tischtennis

Die Gründung der Tischtennisabteilung des BSC Berkheim erfolgte im Mai 1973 auf Initiative der Spieler Georg Bachlehner, Herbert Karg, Rudolf Koch, Heinz Peter, Herbert Weiss und Wilfried Weiss.
Unter der Führung von Heinz Peter trat die neugegründete Tischtennisabteilung dann dem BSC Berkheim bei.

Nach Fertigstellung der Turn- und Festhalle Berkheim, die den Tischtennisspielern ideale Bedingungen bietet, konnte eine Herrenmannschaft beim Bayerischen Tischtennisverband angemeldet und ein regulärer Spiel- und Übungsbetrieb durchgeführt werden. Diese Mannschaft spielte dann erstmals in der Saison 1973/74 in der Kreisliga II des Bezirkes Unterallgäu. Erfreulich war dann, daß sich gleich auf Anhieb der sportliche Erfolg einstellte. Denn bereits nach Abschluß der Saison wurde der Aufstieg in die Kreisliga I erreicht.
Zu Beginn der Spielsaison 1974/75 konnte durch weitere Zugänge von Spielern und Jugendlichen eine Schülermannschaft und eine 2. Herrenmannschaft beim Verband gemeldet werden. Ihren bisher größten Erfolg erreichte die Tischtennisabteilung in der Saison 1978/79. Bei den Kreismeisterschaften in Buxheim konnten unsere Spieler Karg Herbert, Koch Rudolf und Buhmann Betram drei Titel sowie einen 2. Platz erreichen. Auch die 1. Herrenmannschaft konnte sich in der Verbandsrunde mit ihren Leistungen durchaus sehen lassen, wenngleich der angestrebte Aufstieg in die Schwabenliga noch nicht glückte.
Mit der Spielsaison 1980/81 schließt sich die Tischtennisabteilung aus lokalen Gründen dem Württembergischen Tischtennisverband an. Vielleicht gelingt es dann hier, die nächsthöhere Klasse zu erreichen. Nachdem die Abteilung 1979 in Buhmann Betram einen Jugendtrainer im Besitze staatlicher Übungsleiterlizenz gewinnen konnte, verspricht auch der Nachwuchs des BSC eine weitere Leistungssteigerung.

1979 übergab der langjährige Abteilungsleiter Heinz Peter dem neugewählten Nachfolger Herbert Karg sein Amt. Unter seiner Führung wünscht sich nun die Abteilung, dass sich ebenso wie unter der bewährten Leitung von Heinz Peter sportliche Erfolge einstellen mögen.

Abteilung Ski (früher Skiclub Berkheim e.V.)

Im Jahre 1968 wurde der Skiclub Berkheim gegründet. 1. Vorsitzender war Ernst Brehm. Der neue Verein war über den Schwäbischen Skiverband Mitglied im Württembergischen Landessportbund.
Im Herbst 1969 bildete man eine Unterabteilung Frauengymnastik (die heutige Abteilung Frauengymnastik im BSC Berkheim).
1972 kam es auf Wunsch der Gemeindeverwaltung zu einer Fusion mit dem BSC Berkheim.
Alljährlich werden alpine Vereins- und Gemeindemeisterschaften ausgetragen.
Die Abteilung Ski wird seit dem Jahre 1978 von Klara Karg geleitet.

Abteilung Frauengymnastik

Die Abteilung Frauengymnastik nimmt an keinen spotlichen Wettbewerben teil, sondern betreibt lediglich Freiziet- und Ausgleichssport.
Sie wurde auf vielfältigen Wunsch im Jahre 1969 als Untergruppe des damaligen Skiclubs von Ernst Brehm gegründet und auch bis zum Jahre 1972 geleitet. In diesem Jahr erfolgte die Fusion des Skiclubs mit dem BSC. Danach übernahm Frau Ursula von Dorp die Gruppe und führte sie vorzüglich bis zu ihrem Wegzug nach Bischweiler.
Nach einer kurzen Unterredung mit den Aktiven wurde Frau Hildegund Maier 1974 zur Nachfolgerin bestimmt. Die Abteilung umfaßt zur Zeit ca. 15 Sportlerinnen, welche ständig die angesetzten Abende besuchen. Diese Abende enthalten Gymnastik mit Musik, Ballspiele und auf Wunsch Geräteturnen.
Im Sommer werden Waldläufe und Radtouren durchgeführt, die eine beliebte Abwechslung zu den Gymnastikabenden in der Turnhalle bringen.